03 | KI – Künstliche Intelligenz

Strategische KI-Beratung, Schulung und technische Integration. Datenveredelung und Content-Automatisierung.

Künstliche Intelligenz entfaltet ihren Wert dort, wo sie in bestehende Prozesse, Datenstrukturen und Systeme sinnvoll integriert wird. Wir entwickeln KI-Strategien und technische Lösungen, die nicht als isolierte Experimente enden, sondern konkrete operative Vorteile schaffen — von automatisierter Datenveredelung über Content-Generierung, intelligente Anbindung von externen Systemen, bis zu intelligenten Assistenzfunktionen über Ihre gesamte Systemlandschaft hinweg.

Datenschutz steht bei allem im Vordergrund.

Strategie & Nutzungsszenarien

Wir identifizieren realistische KI-Potenziale entlang Ihrer Daten- und Content-Prozesse — priorisiert nach Nutzen, Machbarkeit, Risiko und Integrationsaufwand.

Datenveredelung & Automatisierung

Automatische Klassifizierung, Attributvorschläge, Übersetzungen, Textgenerierung und Qualitätsprüfung — KI als Beschleuniger für strukturierte Produkt- und Marketingdaten.

Integration in bestehende Systeme

KI-Funktionen werden dort integriert, wo sie den größten Mehrwert bieten: nahtlos in Ihre bestehenden Backend-Systeme, Redaktionsprozesse, APIs sowie in benutzerzentrierte Frontend-Anwendungen.

Wie wir arbeiten

  • 01 | Analyse & Potenzialbewertung

    Analyse Ihrer Daten, Prozesse und Systeme — mit Fokus auf konkrete KI-Anwendungsfälle statt abstrakter Technologieversprechen.

  • 02 | Priorisierung von Anwendungsfällen

    Bewertung nach Geschäftswert, Datenverfügbarkeit, technischer Komplexität und regulatorischen Anforderungen.

  • 03 | Prototyping

    Schnelle Validierung ausgewählter KI-Funktionen mit Echtdaten, klaren Qualitätskriterien und messbaren Ergebnissen.

  • 04 | Integration & Arbeitsablauf-Gestaltung

    Einbindung in bestehende Systeme und Prozesse — inklusive Freigaben, Rollen, Qualitätssicherung und humane Schnittstellen.

  • 05 | Betrieb & Optimierung

    Monitoring, Prompt- und Modellpflege, Kostenkontrolle und kontinuierliche Verbesserung auf Basis realer Nutzung.

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Häufige Fragen zu KI im Unternehmen

  • Welche KI-Anwendungsfälle lohnen sich wirklich?

    Am zuverlässigsten rechnet sich KI dort, wo viel wiederholte Fleißarbeit auf strukturierte Daten trifft und das Ergebnis prüfbar ist: automatische Klassifizierung, Attributvorschläge aus vorhandenen Datenblättern, Übersetzungen, Textgenerierung für unterschiedliche Kanäle und Qualitätsprüfung von Datenbeständen. Schlecht geeignet sind Aufgaben ohne klares Richtig-oder-Falsch und ohne Datenbasis. Wir bewerten Anwendungsfälle deshalb nach Nutzen, Machbarkeit, Risiko und Integrationsaufwand – vor der Umsetzung, nicht danach. Wie das in der Produktdatenpflege aussieht, steht unter PIM & Pimcore.

  • Was passiert mit unseren Daten – werden sie zum Training verwendet?

    Nein. Für die Verarbeitung Ihrer Daten setzt woell auf europäische Infrastruktur: den IONOS AI Hub und Microsoft Azure in europäischen Regionen. Wenn vorhanden, natürlich auch auf KI-Ressourcen in Ihrem Unternehmen. Grundlage ist jeweils ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, der eine Nutzung Ihrer Daten zu Trainingszwecken ausschließt. Kostenlose Endkunden-Versionen gängiger KI-Dienste erfüllen das nicht und sind für Firmendaten ungeeignet. Welche Daten überhaupt das Haus verlassen, ist zudem eine Architekturfrage: Vieles lässt sich so anlegen, dass nur der jeweils nötige Ausschnitt verarbeitet wird.

  • Müssen wir ein eigenes KI-Modell trainieren?

    In den seltensten Fällen. Für die meisten Aufgaben genügen bestehende Modelle, denen die eigenen Daten zum Zeitpunkt der Anfrage bereitgestellt werden – das Wissen bleibt damit in den eigenen Systemen und ist jederzeit aktuell, ohne teures Nachtrainieren. Ein eigenes Training lohnt sich erst bei sehr spezifischen Aufgaben mit großen, sauber gepflegten Datenbeständen. Der Aufwand liegt fast immer in der Datenstruktur, nicht im Modell.

  • Bietet woell auch Schulungen zu KI an?

    Ja. Schulung ist bei woell fester Bestandteil der KI-Projekte – zum einen, damit Ihre Teams die eingeführten Funktionen sicher nutzen, zum anderen, weil die KI-Verordnung seit Februar 2025 ausreichende KI-Kompetenz der arbeitenden Personen verlangt (Art. 4). Wir vermitteln beides: Den praktischen Umgang mit den Werkzeugen im eigenen Arbeitsablauf und die Einordnung, wofür KI sinnvoll eingesetzt werden kann und wofür nicht.

  • Ersetzt KI unsere Redaktion?

    Nein – sie verschiebt die Arbeit. Statt Texte und Attribute von Hand zu erstellen, prüfen, korrigieren und verantworten Redaktionen die Vorschläge des Systems. Der Zeitgewinn entsteht in der Menge: Bei tausenden Produkten oder zehn Sprachversionen ist der Unterschied erheblich, bei zwanzig sorgfältig gepflegten Texten kaum. Fachliche Beurteilung, Tonalität und Verantwortung bleiben beim Menschen – die Arbeitsabläufe werden entsprechend gestaltet.

  • Was passiert, wenn die KI falsche Ergebnisse liefert?

    Damit rechnen wir von vornherein. Vor der Integration steht ein Prototyp mit echten Daten und festgelegten Qualitätskriterien – erst wenn die Ergebnisse messbar tragen, geht die Funktion in den Betrieb. In den Arbeitsablauf bauen wir Freigaben, Rollen und Prüfschritte ein, sodass niemand ungeprüfte Inhalte veröffentlicht. Im laufenden Betrieb kommen Monitoring, Prompt- und Modellpflege hinzu. KI erzeugt hier Vorschläge – die Verantwortung bleibt in Ihrem Haus.

  • Was ist UCP – und müssen wir unseren Shop darauf vorbereiten?

    UCP (Universal Commerce Protocol) ist ein im Januar 2026 vorgestellter offener Standard, über den KI-Agenten direkt mit Online-Shops kommunizieren – von der Produktsuche über den Checkout bis zur Auftragsabwicklung, ohne den Umweg über die Website. Initiiert von Google gemeinsam mit Shopify und Walmart, beteiligen sich unter anderem Microsoft, Salesforce und Stripe an der Weiterentwicklung.

    Für Händler bedeutet das keine neue Plattform: Die bestehende Shop-Infrastruktur wird um UCP-Schnittstellen erweitert, Datenbasis sind vorhandene Produkt-Feeds wie die des Google Merchant Center. Genau dort entscheidet sich die Vorbereitung – ob ein KI-Agent ein Produkt findet, korrekt beschreibt und anbieten kann, hängt an vollständigen Attributen, eindeutigen Varianten und sauberen Feeds.

    woell bereitet beides vor: Die Produktdaten im PIM als belastbare Datenbasis und die technische Bereitstellung der Schnittstellen – auch UCP.

    (Stand: August 2026 – das Protokoll ist neu und entwickelt sich weiter.)

  • Was kostet der Betrieb einer KI-Lösung?

    Neben der einmaligen Umsetzung entstehen laufende Kosten pro Verarbeitung – abgerechnet wird bei den Modellanbietern nach Textmenge. Wesentlich sind daher drei Stellschrauben: Die Wahl des Modells je Aufgabe, die Menge der tatsächlich verarbeiteten Daten und die Frage, ob Ergebnisse zwischengespeichert wiederverwendet werden. Kostenkontrolle gehört bei woell in den Betrieb, nicht in die Nachbetrachtung – Verbrauch und Nutzen können ständig kontrolliert werden.

  • Was bedeutet der EU AI Act für unseren KI-Einsatz?

    Das hängt an der Risikoklasse des Systems. Die Pflicht zur KI-Kompetenz (Art. 4) gilt bereits seit Februar 2025: Wer KI einsetzt, muss dafür sorgen, dass die damit arbeitenden Personen ausreichend geschult sind. Die allgemeinen Transparenzpflichten gelten seit dem 2. August 2026. Die strengeren Auflagen für Hochrisiko-Systeme wurden durch die Digital-Omnibus-Verordnung verschoben – auf den 2. Dezember 2027 für eigenständige Systeme nach Anhang III. Die typischen Anwendungen in Produktdaten und Content – Klassifizierung, Übersetzung, Textgenerierung – fallen in aller Regel nicht in die Hochrisiko-Klasse. Die Einordnung im Einzelfall gehört trotzdem an den Anfang jedes Projekts.

    (Stand: August 2026, ersetzt keine Rechtsberatung.)